Denkst du über „Low Carb“ nach? Das musst du wissen!

In den letzten Jahren gab es einige „Low Carb Diäten“ in verschieden und abgewandelten Formen. Atkins, Paleo und andere ketogene Diäten versprechen effektiven Gewichtsverlust durch einen einfachen Plan, aber nur wenige Leute sprechen über die anderen Dinge, die sie durch das Eindämmen der Kohlenhydrate erfahren haben. Kohlenhydrate sind die natürliche Energiequelle unseres Körpers, so dass, wenn wir ihm diese wegnehmen, auch Nebenwirkungen auftreten können. Einige davon sind gut und einige schlecht.

Wenn du also daran denkst, zum ersten Mal „Low Carb“ auszuprobieren, solltest du folgendes wissen

Was ist „Low Carb“ überhaupt?

Je nachdem, woher du dir deinen Diätplan nimmst, hat jeder eine andere Definition von „Low Carb“. Im Allgemeinen neigen „Low Carb“ Diäten dazu, von 0 bis 100 Gramm Kohlenhydrate zu empfehlen. Sie vermitteln uns, dass diese Anzahl der Kohlenhydrate für den Körper absolut ausreichen.

Ein Gramm ist ungefähr 4 Kalorien, also nimmst du, laut diesem Plan, pro Tag etwa bis zu 400 Kalorien weniger zu dir.

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Für einige mag das nun super klingen, aber um dir eine Vorstellung davon zu geben, wie viel Gramm Kohlenhydrate in herkömmlichen Lebensmitteln enthalten sind, ist hier ein kleiner Spickzettel (die Angaben sind durchschnittlich):

  • 1 Banane = 30 g
  • 1 Mango = 50 g
  • 1 mittlerer Bagel = 55 g

Wie du siehst, kann deine Kohlenhydrate-Zufuhr leicht ausser Kontrolle geraten, wenn du nicht aufpasst, weshalb es immer wichtig ist, deine Mahlzeiten so zu planen, dass du nicht allzu viele Schwankungen in deiner Ernährung hast.

VORTEILE von „Low Carb“

Der bemerkenswerteste Vorteil der „Low Carb“ Ernährung ist Gewichtsverlust. Aber wie funktioniert das genau? Und was sind die anderen positiven Effekte?

Gewichtsverlust

Wie oben bereits erwähnt, ist Gewichtsverlust der größte Nutzen und der beliebteste Grund, warum Menschen mit einer kohlenhydratreduzierten Diät beginnen. Hier ist nun eine kurze Erklärung, wie genau dies funktioniert. Kohlenhydrate sind die Hauptquelle für unseren Körper.

Wenn wir sie essen, werden sie in Glukose umgewandelt, die unser Körper als Brennstoff verwendet. Hat dein Körper aber mehr Glukose zur Verfügung, kann dein Körper diese zwar einerseits nutzen, aber den Rest, den er nicht für sich nutzen kann, verwandelt er in Fett und dieses wird in deinem Körper gespeichert.

Ist dein Blutzuckerspiegel jedoch niedrig, wird stattdessen Fett verbrannt sobald dein Körper mit der Energiegewinnung durch die Glukose fertig ist. Also, um es zusammenzufassen: Je weniger Kohlenhydrate du isst, desto mehr wird dein Körper Fett zur Energiegewinnung nutzen und so dein Gewicht reduzieren.

Regulierung des Insulin- und Blutzuckerspiegels

Kohlenhydrate sind eines der wichtigsten Stimulanzien bei der Insulinfreisetzung. Indem du also deine Kohlenhydratzufuhr reduzierst, hilft du deinem Körper auch dabei, den Insulinspiegel zu senken.

Nun, es ist wichtig zu beachten, dass reduzierte Insulinspiegel auch ein Nachteil sein können, wenn sie zu niedrig sind, aber bei einer „Low Carb“ Diät sinkt der Insulinspiegel nicht so extrem ab. „Low Carb“ bringt den Insulinspiegel auf ein vernünftiges und gesundes Niveau.

Die Insulinregulierung ist aus mehreren Gründen vorteilhaft. Erstens wird deine Gewichtsabnahme unterstützt. Insulin ist das körpereigene fettspeichernde Hormon. Durch die Reduzierung der Kohlenhydrate kannst du also verhindern, dass der Körper mehr Fett speichert.

Zweitens hilft es auch bei der Blutzuckereinstellung. Dies kann besonders für Diabetiker hilfreich sein. In der Tat haben viele Menschen, die an Diabetes erkrankten, mit dieser Ernährungsumstellung ihre Krankheit in den Griff bekommen.

Reduzierter Hunger und Heißhunger

Viele von uns wissen, wie es ist, ein plötzliches Verlangen nach einem bestimmten Essen zu haben. Ob Eis oder Pizza, beides ist nicht gesund für uns. „Low Carb“ Diäten helfen dabei, diese Heißhungerattacken zu vermeiden, weil dein Körper einen niedrigeren Glukosespiegel haben wird.

NACHTEILE einer „Low Carb“ Diät

Auch wenn wir bei „Low Carb“ viele Vorteile haben, sind Kohlenhydrate trotzdem nicht generell unser Feind und somit schlecht. Es gibt einige Nachteile der „Low Carb“ Diät, die ich dir hier vorstellen werde.

Anfangsschwierigkeiten

Wenn du die natürliche Energiequelle deines Körpers entfernst oder drastisch reduzierst, braucht der Körper einige Zeit, um sich anzupassen. In der ersten Woche erleben viele Menschen grippeähnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Übelkeit und mehr.

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Bei den meisten Menschen verschwinden diese Symptome nach der ersten Woche, wenn der Körper lernt, sich an seinen neuen Zustand zu gewöhnen und sich an die Energieverbrennung anzupassen. Das ist jedoch nicht für alle Personen der Fall.

Die Genetik einiger Menschen braucht nur Kohlenhydrate, also egal wie sehr sie es versuchen, der Körper wird sich einfach nicht anpassen. Dies ist der Hauptgrund, warum anhaltende Symptome auch über die Woche hinaus ein Problem werden können.

Dies liegt an der sog. Ketosefluktuation. Ketose nennt man den Prozess, bei dem dein Körper hauptsächlich Fette als Energie anstelle von Kohlenhydraten verwendet. Dies passiert am häufigsten in der ketogenen Diät. Oft wird dieser Vorgang inkl. Symptome als „Keto-Grippe“ bezeichnet.

Die Getose schwankt auf der Grundlage verschiedener Faktoren, aber sie hat hauptsächlich damit zu tun, wie viel von jedem Nährstoff (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) verzehrt wird.

Da jeder Mensch unterschiedliche tägliche Aufnahmeanforderungen hat, ist es fast unmöglich zu sagen: „So lange du so und so viele Gramm von jedem Nährstoff isst, ist alles gut!“ Stattdessen muss dies genau bestimmt werden, für jeden selbst.

Die Messung der Ketose ist wichtig für viele „Low Carb“ler, nicht nur um sicherzustellen, dass die vorgesehene Ernährung auch funktioniert, sondern auch, damit sie nicht ständig die Tücken der Induktionsphase erleben.

Behalte im Hinterkopf: So wie die Genetik es bestimmt, dass manche Leute nunmal Kohlenhydrate brauchen, können anderen Menschen einfach nicht in Ketose geraten. Wenn du der Meinung bist, dass du evtl. Probleme mit „Low Carb“ haben könntest, sprich einfach mit deinem Arzt darüber und findet gemeinsam heraus, was für dich richtig ist.

Reduzierte Leistung

Wenn es um morgendliche Jogging- oder Trainingseinheiten im Fitnessstudio geht, verlässt sich dein Körper normalerweise auf die Glukose von Kohlenhydraten, um dich mit genügend Energie zu versorgen.

Wenn diese Glukose nur begrenzt verfügbar ist, wird der Körper mehr Energie in Fett umwandeln. Leistungsebenen betreffen alle unterschiedlich: Einige berichten über keine Veränderung der körperlichen Fähigkeiten bei einer kohlenhydratarmen Diät, aber andere erleben eine schnellere Müdigkeit und allgemeine Trägheit im Laufe des Tages.

Krämpfe, Verstopfung und Mundgeruch

Es gibt einige kleine Nebenwirkungen, denen du vielleicht nicht entkommen kannst. Krämpfe, Verstopfung, Blähungen und Mundgeruch sind alles Beispiele der „Low Carb“ Diät, die auftreten können.

Dein Körper muss sich erst an die neue Nahrungsaufnahme gewöhnen. Bei manchem Menschen lassen diese Probleme innerhalb weniger Tage nach, aber andere sind nicht so glücklich darüber, da sie länger darunter leiden. Wie bereits erwähnt, solltest du immer mit deinem Arzt sprechen, wenn du dir Sorgen machst oder du Probleme mit „Low Carb“ hast.

Solltest du dich „Low Carb“ ernähren?

„Low Carb“ ist nicht jedermanns Sache. Während du vielleicht innerhalb weniger Monate nach der Kohlenhydratreduzierung einen massiven Erfolg sehen wirst, kann es bei einer anderen Person schon ganz anders aussehen.

Darüber hinaus schaffen es viele Menschen nicht, sich langfristig an eine extrem kohlenhydratarme Diät zu halten. Es ist einfach zu restriktiv. Das Wichtigste, auf das du achten solltest: Höre auf deinen Körper. Nur du kannst dir sicher sein, ob dein Körper für „Low Carb“ geeignet ist.

Sieh dir die Vor- und Nachteile von „Low Carb“ genau an und probiere dich einfach aus.

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Ein besserer Kompromiss für die meisten Menschen ist, die richtigen Arten von Kohlenhydraten zu genießen – natürlich in Maßen – anstatt sich strikt an eine „No Carb“ oder „Low Carb“ Ernährung zu halten. Wenn „Low Carb“ natürlich für dich und deinen Körper gut funktioniert, ist das super!

 

Das solltest du über Low Carb wissen

 

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Gianna

Bloggerin mit dem Hang zu übertreiben... Ich schreibe für mein Leben gern - über Gott und die Welt - Inspirationen hab ich genug ;) Willst du mehr erfahren, dann klick auf "Über uns"

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